
Benzin:
Im ganzen Land findet man fast ausschliesslich die staatlichen Pemex Tankstellen. Allerdings nehmen sie keine Kreditkarten
und sind auch gerne mal 100 km auseinander. Es empfiehlt sich daher - besonders zwischen Mexico City und Campeche - bei
jeder Gelegenheit zu tanken. Trinkgeld von 5 Pesos (laut Reisefuehrer) wird erwartet. Es gibt keine Selbstbedienung. Das
bleifreie Super heisst "Magna sin plomo" und ist gruen gekennzeichnet. Wichtig ist auch darauf zu achten, dass der
Tankwart die Tankuhr an der Zapfsaeule vorher auf Null stellt, es soll schon vorgekommen sein, dass so betrogen wurde. Der
Preis fuer den Liter betraegt fast ueberall 5,9 Pesos, das sind momentan ca. 55 Eurocent.

Strassen:
Die Strassen sind fast ueberall ausgebaut und es gibt keine Probleme. Allerdings muss jederzeit mit gullygrossen Schlagloechern
gerechnet werden. In jeder noch so kleinen Ortschaft gibt's sogenannte "Topes", das sind zum Teil gefaehrliche Betonhuckel,
die sehr wirksam der Verkehrsberuhigung dienen. Es empfiehlt sich, durch die Orte sehr langsam und aufmerksam zu fahren, da
diese Topes nicht immer gekennzeichnet sind. Ausserdem laufen gerne mal Huehner oder Hunde ueber die Strasse, oder auch mal
eine Kuh. Gut gekennzeichnet sind hingegen die zahlreichen Baustellen, in die anscheinend gut investiert wird. Aufgrund
des oft abgefahrenen Strassenbelags koennen selbst die Highways bei Regen zu spiegelglatten Fahrbahnen werden.
Genau erkundigen muss man sich ueber die geplante Fahrtroute, denn wir haben z.B. von Oaxaca nach Puerto Escondido fuer
eine Strecke von rund 250 km 7 Stunden gebraucht, weil sich die Strasse ausschliesslich in Serpentinen durch die Berge
geschlaengelt hat. Dafuer jedoch wird man mit fast ueberall mit Einsamkeit belohnt, da es ausserhalb der Grossstaedte
nur sehr wenig Verkehr gibt.
Obwohl die schnurgeraden Highways teilweise dazu verleiten, sollte trotzdem die Geschwindigkeitsbegrenzung eingehalten
werden, da die Geldbussen deutlich hoeher ausfallen koennen als z.b. in Deutschland. Waehrend einer Kontrolle ist es den
Polizisten verboten, Geld zu kassieren. Sie duerfen nur einen Strafzettel ausstellen, der dann beim naechsten Polizeirevier
bezahlt werden muss.
Wir empfehlen Landstrassen den Autobahnen vorzuziehen, da man erstens von der Landschaft wesentlich mehr sieht und das
durch die Maut auch auf den Geldbeutel drueckt.
Viele Ortschaften arbeiten mit einem Nummernsystem als Strassennamen. Die ungeraden von West nach Ost, die geraden von
Nord nach Sued, fast alle sind Einbahnstrassen.
Man findet sich so sehr leicht zurecht und findet immer wieder an den Ausgangspunkt zurueck.
Allerdings empfehlen wir dringend, - besonders wenn man mit dem Auto unterwegs ist - sich vor der Reise im Internet die
jeweiligen Stadtplaene zu besorgen ! Sonst verplempert man unnoetig Zeit sein Hotel zu finden.
Sehr oft vermisst man Strassenschilder.
Ausserhalb der Staedte ist die Beschilderung nicht immer vollstaendig, mehrere verschiedene Landkarten ergaenzen sich
erfahrungsgemaess. Aber ansonsten kommt man ganz gut zurecht. Wir haben das ADAC Tourset benutzt (das allerdings nicht
mehr ganz aktuell war) zusammen mit dem Polyglott APA Guide Mexiko.

Kontrollen:
Es kann des oefteren passieren - besonders an Landesgrenzen - dass man in eine Militaerkontrolle geraet, die nach Waffen
und Bomben sucht, aber dabei sehr freundlich sind. Sie wollen meistens in den Kofferraum schauen, dort muss man einen
Koffer/Tasche aufmachen, sie kontrollieren den Innenraum des Autos ziemlich gruendlich, dann kann man wieder weiterfahren.
Das ganze dauert so ca. 5 Minuten. Wir wurden zweimal kontrolliert.
Es kann auch passieren, dass wiederum andere nach Obst und Tieren suchen.
Mit Drogen allerdings landet man umgehend im Knast, fuer ca. 15 Jahre.