
Staedte:
Mexico City:
Eine der groessten Metropolen der Welt mit ueber 20 Millionen Einwohnern bringt natuerlich seine Probleme mit sich. Allein
wegen seiner geographischen Lage - die Stadt ist umringt von Bergen - kaempft sie mit Abgasproblemen, wodurch oft ein
Smognebel ueber die Stadt zieht und es an den meisten Tagen ziemlich stinkt.
Es gibt dort sehr viele Bettler (an jeder Ecke mindestens einer) und - zumeist illegale - Strassenverkaeufer, die
Verbrechensrate ist dementsprechend hoch was man nicht nur an den ueberall vorzufindenden Polizistengruppierungen erkennen
kann.
Die Stadt hat einen Durchmesser von ca. 50 km. Trotz dieser Dimensionen waren alle Leute ueberraschend freundlich - jeder
gruesst jeden auf der Strasse - in Muenchen nicht vorzustellen.
Die Verkehrssituation in Mexico City ist katastrophal, nicht nur dass man kaum vorwaertskommt, auch fahren alle durcheinander
und hupen wie in Italien. Fussgaenger haben zwar (uebrigens NUR in Mexico City, danach nie wieder) Ampeln, jedoch sollte man
trotzdem aufpassen, da er hier anscheinend nicht zaehlt.
Hier fahren auch eine Million 17 gruene Kaefer-Taxis rum bei denen allerdings der Beifahrersitz fehlt. Ausserdem gibt es
gruene, oeffentliche Busse, bei denen man einfach aufspringt.
Ausfluege von Mexico City aus: die schwimmenden Gaerten von Xochimilco - Tehuantepec - die Silberstadt Taxco. Wegen der
zahlreichen Ausflugsmoeglickeiten und der grossen Stadt 3 - 5 Tage einplanen. Fuer die Stadt selber auf jeden fall 2 Tage,
Ausfluege mit einem Reisefuehrer bringen jede Menge Informationen ein ! Reisefuehrer in englischer Sprache sind erheblich
billiger als in deutsch !
Unsere Bewertung: Muss man gesehen haben !

Puebla:
Die Fahrt von Mexico DF hierher legten wir auf der mautfreien Passstrasse zurueck und haben deshalb unsere ersten schoenen
Landschaften sehen koennen. Dafuer kamen wir nicht so schnell voran wie geplant (ca. 4 Stunden fuer 125 km). Puebla selber
ist eine eher haessliche Stadt, bis auf das dafuer wirklich schoene aber kleine historische Zentrum.
Unsere Bewertung: Historisches Zentrum sehenswert, Rest haesslich !

Oaxaca:
Auf der Fahrt von Puebla nach Oaxaca gab's in den bergigen Serpentinen (ca.440 km) super Landschaftsausblicke. Ausserdem sieht
man auf diesem Weg beeindruckende Kakteenansammlungen, teilweise sind die ueber 10 Meter hoch. Leider gibt es da keine Fotos,
weil man mangels Standspur ganz schlecht stehen bleiben kann.
Oaxaca (Jadestadt - ueber 500.000 Einwohner) selber hat uns recht gut gefallen, eine nettes und ruhiges Stadtzentrum gut
geeignet fuer ausgedehnte Spaziergaenge - nicht nur in der Fussgaengerzone.
In dem Markt "Mercado 20 Noviembre" bekommt man alles, was Gaumen und Magen begehren. Unbedingt reinschauen!
Unsere Bewertung: Aufgrund der zahlreichen historischen Bauten sehr reizvoll !

Puerto Escondido:
Die landschaftlich sehr reizvolle Strecke von Oaxaca hierher fuehrt fast ausschliesslich durch die Berge, abgesehen von
ein paar wenigen ewig langen Highways.
Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von nur 35 km/h haben wir fuer diese 250 km 7 Stunden gebraucht !
In Puerto Escondido selbst gibts fast gar nix zum Anschauen, soll aber bei Surfern wegen den hohen Wellen beliebt sein.
Unsere Bewertung: Eher fuer Surfer und Badeurlauber als fuer Architektur-Interessierte geeignet.

Tehuantepec:
Wiederum imposante Landschaftseindruecke zwischen Puerto Escondido und Tehuantepec, die es wert sind, jede verfuegbare
Stunde fuer diese 280 km zu nutzen. Denn in Tehuantepec gibt es wirklich absolut keinen Grund, laenger zu bleiben.
Das einzige, was man sich hier anschauen kann (und sollte), ist das mexikanische Leben abseits des Massentourismus.
Unsere Bewertung: hoechtens fuer einen notwendigen Ueberbrueckungstag tauglich.

San Cristobal de las Casas:
Auch hier raubt einem die Landschaft den Atem auf diesen 380 km (6,5 Stunden) von Tehuantepec nach San Cristobal.
Der Ort selber hat uns irre gut gefallen, vor allem wegen den vielen vielen bunten Haeusern und der Architektur im
Allgemeinen.
Einen Ausflug zu den Indigenos in den Tzotzilendoerfern darf man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen (Tip von uns, wer
spanisch spricht: Javier vom Hotel Posada Diego de Mazariegos buchen !). Die Indigenos sind ein Volk am Rande der Gesellschaft,
die eine eigene Religion ausleben. Ein Mann hat hier mehrere Frauen, und Zweck davon ist es, dass seine zahlreichen Kinder
ihn ernaehren koennen. Er selber arbeitet gar nix. Wenn ein Indigeno zum Arzt geht, wird er von seiner Sippe ausgestossen.
In deren Kirche bleibt einem wirklich die Spucke weg. Dort sitzen Chamanen mit ihren Patienten am mit Piniennadeln bedeckten
Boden, fuehlen den Puls und brabbeln vor sich hin. Mit an die tausend verschieden farbigen Kerzen aller Groessen
(die schwarzen sind die ganz gefaehrlichen) heilen sie - angeblich - jede Krankheit. Dabei hilft ihnen Coca Cola
(je nach Geschmack auch Pepsi) und Bier --> sie glauben, durch das Ruelpsen verlassen die boesen Geister die Koerper.
Diese boesen Geister werden dann in lebendige Huehner "uebertragen", denen danach in der Kirche der Hals umgedreht wird,
damit der boese Geist sich in Luft aufloest. Wofuer die die Eier gebraucht haben, wissen wir nicht mehr. Wir koennen Euch
nur sagen, dass das da drin NICHT fuer den Tourismus abgezogen wurde, und dadurch war es irre unheimlich !!!
Lustig sahen nur die Cola Flaschen zwischen dem ganzen mystischen Zeugs aus.
Unsere Bewertung: Diese Stadt sollte man sich unter allen Umstaenden genauer ansehen ! und einen Ausflug nach San Juan Chamula nicht
verpassen!

Palenque:
Auf dem 210 km langen Weg hierher liegen die Wasserfaelle von "Agua Azul" und "Misol Ha", die auf JEDEN FALL einen Besuch
wert sind !!! Wir waren zwar nur in Agua Azul, uns wurde jedoch vor Ort gesagt, dass die Wasserfaelle sich durch die Fallhoehe
unterscheiden. Man sollte sich also beide anschauen! Badesachen nicht vergessen, Schwimmen moeglich.
Grund des Aufenthalts in Palenque sind auf jeden Fall die Ruinen etwas ausserhalb der Stadt.
Die Stadt selber ist gar nicht schoen. Ausser einem Markt und lustigen Polizisten mit hellblauen Hueten gibts hier nix
zu sehen. Laut, stinkig, grau in grau.
Unsere Bewertung: Ruinen der Mayastaedten auf jeden Fall anschauen

Campeche:
Von Palenque nach Campeche fuhren wir das letzte Mal durch die Berge auf unserer Route - 370 km in 6,5 Stunden.
Auch hier sind wir durch zahlreiche kleine Doerfer gefahren und haben viele Haueser gesehen, die man bei uns allerhoechtens
als Schuppen benutzen wuerde, wenn ueberhaupt. Schnell hingemauerte Waende, ein Strohdach, in dem durchaus Fledermaeuse
hausen koennen. Aber gewaschen wird viel in Mexico. Fast an jedem Haus haengen meterlange Waescheleinen. Unterwegs haben
wir in einer mexikanischen Kneipe am Strassenrand (in die man ohne Hunger nicht so weiteres gehen wuerde) den besten, ganz
frischen Fisch auf unserer Reise gegessen.
Campeche hat viel schoene Architektur zu bieten, jedoch sieht man den Haeusern an, dass sich seit ihrer Errichtung nie wieder
jemand um die Fassade gekuemmert hat. Es blaettert und broeselt an allen Ecken. In der eher ruhigen und gemuetlichen Stadt
stinkts aber dafuer ab und zu bestialisch nach Gulli.
Unsere Bewertung: Campeche ist unbedingt einen Besuch wert, wenn man sich fuer schoene Bauten interessiert.

Uxmal:
Von Campeche nach Uxmal (3,75 Stunden fuer 260 km) kommt man direkt an der Ausgrabungsstaette Kabah vorbei.
Dies ist auch der einzige Grund fuer einen Besuch dieser Staette.
Im Prinzip ist man in 15 Minuten durch, aber man kommt ja eh dran vorbei, vorausgesetzt man faehrt die kleine Strasse
ueber Cayal und Hopelchen und zahlt 27 Pesos pro Person. Der Palast von Kabah ist ein typisches Beispiel fuer den
Puuc-Stil in der Maya-Architektur.
In Uxmal dagegen ist die Ausgrabungsstaette um so groesser und schoener. Es ist alles noch ziemlich gut erhalten.
Ansonsten besteht Uxmal ausser aus den Ruinen und ein paar Hotels aus: nix.
Unsere Bewertung: Die Ruinen anschauen, sonst gibts nix.

Merida:
Eineinhalb Stunden hat die Fahrt hierher gedauert, 175 km. Wir hatten also an dem Tag noch locker Zeit, uns Merida anzusehen.
Wer sich fuer Architektur interessiert, ist hier gut aufgehoben, besonders am Paseo Montejo. Aber auch im Zentrum der Stadt
mit wenig Verkehr gibt es wunderschoen verschnoerkelte, bunte Bauten, ruhige Parks und viele Maerkte. Auch wenn die Haeuser
- wie auch in Campeche - nicht gepflegt werden.
Es wird von der Regierung viel geboten an oeffentlicher Musik mit Tanz und Darbietungen (evtl. nur Sonntags und Montags?).
Unsere Bewertung: anschauen !

Celestun:
Von Merida aus haben wir einen Tagesausflug zum Nationalpark Celestun gemacht, was wir unbedingt empfehlen.
Man loest an der Kasse ein Ticket, dann geht man zu den Booten, wo einfach einer nach dem anderen dran ist. Kein Gedraengel,
kein Lockruf. Wir waren mit Juan Jose fast 2 Stunden unterwegs, weil er danach eh nix vorhatte, hatte er es etwas ausgedehnt.
Wir haben Pelikane und viele Flamingos gesehen, Suesswasserquellen und viele andere interessante Sachen. Auch lohnt es sich,
danach in den kleinen Ort reinzugehen, um lecker Fisch zu essen.

Chichen Itza:
Von Merida aus haben wir nach Chichen Itza (145 km, 2,5 Stunden) einen kleinen Umweg nach Izamal gemacht, um den
kolonialsten aller Orte von Yucatan zu besichtigen, was allerdings in 15 Minuten vorbei war.
Es ist dort fast alles gelb gestrichen, will die Regierung so.
Danach noch ein kleiner Abstecher in die Hoehle von Balankanche, wo die Mayas frueher gehaust haben, um ihren Unterweltgott
anzubeten.
In Chichen Itza braucht man schon ein wenig Zeit, um alle Ruinen anzuschauen, was sich auch wirklich lohnt.
Vor allem gibt es - ohne erneut Eintritt zu bezahlen - abends um halb sieben eine Sound- und Lichtshow, die wir uns mit
reichlich Mueckenschutzmittel nicht entgehen liessen. Sieht schon fantastisch aus, wenn die Pyramiden in rotes und blaues
Licht getaucht werden. Es wurden auch Kopfhoerer verteilt, um die sehr informativen Geschichten zu verstehen. Ansonsten hat
Chichen Itza nichts zu bieten.
Unsere Bewertung: Celestun und Chichen Itza auf jeden Fall, Izamal wenn Zeit, Balankanche sollte man gesehen haben.

Valladolid / Rio Lagartos:
Ueber Rio Lagartos sind wir nach Valladolid gefahren, was wir uns allerdings haetten sparen koennen.
Bereits beim Reinfahren in die Ortschaft wird man foermlich belagert von der grossen Konkurrenz unter den mehr als 30
Bootsanbietern, weil nichts organisiert ist. Darum sind wir auch nicht mitgefahren.
Es war wirklich unangenehm, und wir sind lieber weitergefahren und in Las Coloradas rausgekommen, was auch besser so war.
Denn dort wird Salz aus dem Meer gefoerdert, es ist sehr idyllisch und der Fisch war wieder superlecker !
Faehrt man dort bis zum Ende, kommt man an einem Hafen raus.
Valladolid selber hat uns jetzt gar nicht vom Hocker gerissen.
Unsere Bewertung: Rio Lagartos auf keinen Fall, Las Coloradas wenn viel Zeit und Valladolid nicht unbedingt.

Coba / Tulum:
Von Valladolid aus gings ueber Coba nach Tulum, vorher machten wir noch einen Zwischenstop in der Cenote Keken,
ein unterirdisches Becken mit furchtbar klarem Wasser, in dem man auch schwimmen kann. Unheimlich war's da!
Man haelt sich dort ca. 15 Minuten auf.
In Coba gibt es wieder jede Menge Ausgrabungsstaetten.
Das Gelaende ist so gross, dass dort hunderte von Fahrradtaxis bereitstehen, die sehr ausgelastet sind.
Wir allerdings sind alles zu Fuss gegangen, da wir genuegend Zeit und Kraft hatten. Ist locker zu schaffen und viel
interessanter als gefahren zu werden. Allerdings wird man alle 20 Meter gefragt, ob man ein Taxi haben will.
Danach sind wir nach Tulum gefahren, dort gibt es wieder ein archaelogisches Gebiet, das haben wir uns aber gespart.
Bis hierher war wirklich alles super interessant, aber ab hier wird es ueberdimensional turistisch, und da machts
keinen Spass mehr. Wir sind dann lieber in unser Hotel gefahren, das allerdings in Playa del Carmen war, nicht in Tulum,
und haben dort 2 Tage die Seele baumeln lassen. TUI - sie haben es sich verdient !
Unsere Bewertung: Ruinen von Coba unbedingt, die von Tulum falls noch Zeit vorhanden (wir haben's nicht gesehen),
Cenote Keken war schon interessant.

Cancun:
Badeurlaub in Cancun mag in dem Bereich der Hotelzone sicherlich schoen sein.
Die Stadt selber ist nicht so schoen, aber man kann hier gut einkaufen in 2 grossen Einkaufscentern und auf vielen
Maerkten. Sehenswuerdigkeiten gibt's kaum, jedoch ist die Stadt irgendwie angenehm, in den hinteren Strassen, wo
kaum Touristen sind. Vor allem hat es uns gefallen, dass einem ueberall die Leguane ueber die Fuesse laufen.
Nachdem wir hier jetzt schon voll in der Touri-Zone sind, ist natuerlich alles sehr teuer und es wuselt.
Unsere Bewertung: Cancun ist zur Stadtbesichtigung kein Muss, aber ganz nett.

Playa del Carmen:
Hier sollte man sich wirklich sehr gut aussuchen, wo man wohnt.
Wir haben auf dem Weg vom Hotel ins Zentrum einige Hotels gesehen, in denen wuerden wir nicht wohnen wollen.
Fragt sich nur, wo die ihre Sterne herhaben.
Ansonsten ist der Sandstrand weiss, das Meer tuerkisblau und warm, also alles in allem genau richtig fuer einen
erholsamen, paradiesischen Urlaub.
Das Zentrum selber ist auch ein Paradies, und zwar fuer Einkaufssuechtige. Alles ist sehr kommerziell und
konzentriert sich auf die Fussgaengerzone, der restliche Ort ist eher uninteressant.
Ein Taxi von Playa del Carmen zum Flughafen Cancun hat 350,- Pesos gekostet.
Unsere Bewertung: Als reiner Badeurlaub und im Hotel Las Palapas --> ein Traum.